Neues Bauen braucht das Land
15.09.2002: Über 120 Fachleute trafen sich in Hagen unter dem Motto "Neues Bauen braucht das Land" zum ersten von insgesamt fünf nordrhein-westfälischen Passivhaustagen. Veranstalter dieser Reihe sind das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport (MSWKS), die Energieagentur NRW und die LBS. Westdeutsche Landesbausparkasse in Kooperation mit den Sparkassen der fünf Regierungsbezirke. Minister Vesper machte in seiner Einleitung deutlich, dass sich die am Bau beteiligten Partner auf den erreichten Erfolgen nicht ausruhen dürften.
Die Niedrigenergiebauweise für Neubauten sei seit der Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) am 1. Februar dieses Jahres der Standard, die Zukunft gehöre allerdings der Passivbauweise, also Häusern, die ohne Heizung auskommen. Vesper verwies ausdrücklich auf die ökonomischen Vorteile des "Neuen Bauens". Bei Passivhäusern handelt es sich um Gebäude, in denen der Einsatz von Energie extrem minimiert wird. Sie kommen sogar fast ohne Heizung aus, ohne dass der Wohnkomfort darunter leidet.
Die Tagungsteilnehmer erhielten einen Überblick über das Passivhauskonzept, praktische Erfahrungen mit Passivhäusern sowie einen Überblick über Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten. Die Experten waren sich sicher, dass sich durch die EnEV ein energiebewusster Umgang mit Ressourcen bei Neubauten und Altbauten gleichermaßen durchsetzen werde.
Allerdings werde einige Zeit vergehen, bis sich alle an die neue energetische Bewertung von Gebäuden gewöhnt hätten, doch am Ende seien Kostenersparnisse und geringere Umweltbelastung durch Reduzierung der CO²-Emission die erwünschten Effekte, fasste Energieagentur-Geschäftsführer und Moderator der Veranstaltung Dr. Norbert Hüttenhölscher zusammen.
"Zum Passivhaus gibt es über kurz oder lang aus ökologischer und auch aus ökonomischer Sicht keine Alternative," lautet die Prognose von Norbert Hüttenhölscher.
Quelle: Energieland NRW