04.09.2017 Besuch der Bundesumweltministerin in Verden

Frau Hendricks sagt Nachhaltiges Bauen ist DAS Thema der Zukunft des Bundesministeriums für Umwelt

Am 22.08.2017 hat sich die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks dem "Fachgespräch zum nachhaltigen Bauen" gestellt. Das Gespräch fand in Verden im Norddeutschen Zentrum für nachhaltiges Bauen (NZNB) statt.

Klimagerechtes und sozialverträgliches Bauen TOP Thema im Bundeumweltministerium

Bei der angeregten Diskussion mit der Geschäftsführung des NZNB, der Umweltbundesministerin Barbara Hendricks, Vetretern des Fachverbands für Strohballenbau, mit Verantwortlichen des Netzwerks nachhaltiges Bauen, Mitarbeitern des Naturbaustoffhandels Biber, der Geschäftsführung des Fachhandelsverbands für ökologisches Bauen und Wohnen Ökoplus, dem Bildungsträger für Ökologisches Bauen BiWeNa, der Wohnungsgenossenschaft AllerWohnen eG, Kreisbau Verden, dem Bürgermeister von Verden Lutz Brockmann und vielen mehr wurde sehr deutlich, dass nachhaltiges Bauen ein sehr ernstzunehmendes Thema ist, besonders im Hinblick auf das Erreichen der Klimaschutzziele 2020 und der Einhaltung des Pariser Klimaabkommens.

Betonbau allein verhindert Erreichen der Klimaschutzziele

Hendricks machte deutlich, dass alleine durch "NICHT-nachhaltiges Bauen" mit Beton, die Klimaschutzziele schon nicht erreicht werden könnten.

Naturbaustoffe natürliche CO2 Senken

Das Ziel sei es CO2 beim Bauen einzulagern. Das geht praktisch nur durch die Verwendung von ökologischen Naturbaustoffstoffen. 

KFW Förderung für Nachhaltiges Bauen

Die Förderungen der KWF für Häuslebauer sollen zukünftig weiterhin Richtung der Förderung von Naturbaustoffen und Erfassung und Vermeidung von "Grauer Enrgie" ausgebaut werden.

Politisch ist es schwierig, so Hendricks, nachhaltiges Bauen, zum Beispiel das Gebäudeenergiegesetz, im Kabinett durchzusetzen., denn es gibt Widerstand aus der Union. Mit der anstehenden Bundestagswahl könnte sich das jedoch ändern.

Nicht alle Probleme können vom Bund gelöst werden

Da der Sozialwohnungsbau am 2019 koplett Ländersache ist, darf der Bund dafür keine Gelder mehr bereit stellen. Da den Ländern jedoch auch eine Schuldenbremse auferlegt wird, wird es zukünftig schwierig Einfluss auf diesen Bereich zu nehmen, wenn es keine zukünftige Änderungen des Grundgesetzes gibt. 

Politischer Auffwind für Naturbaustoffhandel

Wenn die angesprochenen Maßnahmen zum nachhaltigen Bauen zukünftig ernsthaft umgesetzt werden, dann wird sich das äußerst positiv auf den Naturbaustoffhandel auswirken.